Open House 2017: Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm!

Nach einer spannenden Keynote werden wir in drei Sessions alle Neuheiten der CarMaker-Produktfamilie vorstellen, die das Release der Versionen 6.0 für die drei Anwendungsbereiche Fahrerassistenz, Powertrain und Fahrdynamik bereithält. Wir zeigen Ihnen, wie wir den virtuellen Fahrversuch ständig optimieren.

Darüber hinaus werden wir auch in diesem Jahr wieder herausragende studentische Arbeiten auszeichnen, die sich mit zukunftsweisenden Simulationsprojekten beschäftigen. Dazwischen bleibt genügend Raum für den Austausch mit anderen Experten Ihres Fachs – denn das Open House hat sich als Branchentreff für den virtuellen Fahrversuch etabliert.

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Keynote

Wachsende Anforderungen an Systeme, steigende Testanforderungen, eine Lösung: der virtuelle Fahrversuch

Trends der Automobilentwicklung wie das autonome Fahren haben zur Folge, dass Fahrzeugsysteme immer komplexer und vernetzter werden. In der Entwicklung können sie deshalb nicht mehr isoliert voneinander betrachtet, sondern müssen vielmehr im Kontext des Gesamtfahrzeugs gesehen werden. Nur so geht man sicher, dass die Interaktion der Systeme perfekt abgestimmt ist. Die Anforderungen im Entwicklungsprozess steigen somit und die Kalibrierung und Absicherung von Fahrzeugsystemen werden immer aufwendiger. Wir wissen, dass die ergänzende Nutzung des virtuellen Fahrversuchs zum realen Fahrversuch Aufwand und Kosten im Entwicklungsprozess senkt und zu einer schnelleren Marktreife führt. Wir ermöglichen, dass Sie Ihre zu testenden Systeme im Gesamtfahrzeug in realistischen Verkehrssituationen detailgetreu virtuell testen können und so den Ansatz des Automotive Systems Engineering verfolgen können. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass das Verhalten des virtuellen Fahrzeugs eins zu eins dem des realen Fahrzeugs entspricht. Auch der Fahrversuch muss so realitätsnah wie möglich erfolgen.

Dafür muss das Umfeld des Fahrzeugs detailgetreu abgebildet werden, so dass szenarienbasiert getestet werden kann. Nur wenn der virtuelle Fahrversuch und der reale Fahrversuch nach identischen Regeln funktionieren und leicht aufeinander übertragbar sind, wird eine echte Erleichterung und Effizienzsteigerung in der Entwicklung erlangt.

Gerade für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen ist es notwendig, das Fahrzeugumfeld realistisch und reproduzierbar abzubilden. Für die Erstellung dieser teilweise hochkomplexen Szenarien gibt es verschiedene Ansätze mit unterschiedlichem Detailierungsgrad. In der Keynote beim Open House können Sie einen der Ansätze genauer kennenlernen. Dafür haben wir mit dem Scenario Editor der CarMaker-Produktfamilie ein innovatives Werkzeug entwickelt. Ohne Zusatzkosten lassen sich damit gezielt komplexe Verkehrssituationen erzeugen und so generische und dennoch realistische Testszenarien erstellen.

Der Scenario Editor umfasst eine Vielzahl an Funktionen für die schnelle Szenariengenerierung. Besonders hervorzuheben ist dabei der einfache Aufbau von Straßennetzen und die bequeme Konfiguration des Szenarios mit statischen und dynamischen Objekten. Änderungen am Szenario können grafisch unterstützt vorgenommen werden und sind so leicht umzusetzen und nachzuvollziehen. Neben dem generischen Aufbau der Szenarien ist ein Import von Kartendaten (ADASRP) oder aus anderen Formaten (Open Drive) möglich. Auch Daten aus Vermessungen können verwendet werden. Mit dem Scenario Editor können die Daten einfach angepasst und weiterverarbeitet werden.

Freuen Sie sich darauf beim Open House den Scenario Editor der CarMaker-Produktfamilie kennenzulernen, mit dem Sie Ihre Szenarien künftig noch flexibler und effizienter erstellen können!

Gastredner: Prof. Dr.-Ing. Eric Sax, Institut für Technik der Informationsverarbeitung (KIT)

Session Fahrerassistenz: Warum ein perfekter Sensor noch kein perfektes System macht

Wie Sie Ihre Fahrfunktionen mit unseren Sensormodellen optimal testen können

Durch unseren engen Kundenkontakt wissen wir, was Sie bewegt! Daher haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, die Entwicklung von Sensormodellen stetig voranzutreiben, um die Sensorfunktionen und -algorithmen so gut wie möglich testen zu können. Hierbei ist auch ein möglichst realitätsnahes Umfeld wichtig: Die Abbildung des Wetters, die Darstellung verschiedenster Objekte im Verkehr wie parkende Fahrräder oder Müllcontainer, die das Sichtfeld versperren, oder auch einfach die Tageszeit. Wir wissen um die vielen verschiedenen Szenarien und die relevanten Faktoren. Die Vielzahl an Möglichkeiten bringt dabei unterschiedliche Anforderungen mit, denen wir mit vielen Sensormodellvarianten begegnen.

Im virtuellen Fahrversuch können Sie mit den passenden Sensormodellen testen:

  • Ideal: Testen Sie, ob Ihre Assistenzfunktion das macht, was sie machen soll. Durch ideale Informationen lassen sich gängige Fehlerquellen in einem idealen Umfeld ausschließen.
  • HiFi: Nutzen Sie die Sensoren dieser Klasse, um ihre Funktionsentwicklung voranzubringen. Spezifische technologische Einschränkungen des Sensormodells ermöglichen Ihnen konkrete Anwendungen für Ihre Funktion zu testen.
  • RSI (Raw Signal Interface): Implementieren Sie Ihre eigenen Detekionsalgorithmen mit diesem Modell. Profitieren Sie in der Entwicklung und bei Tests der Komponenten und der Signale von hochdetaillierten Sensorinformationen.

Ob Sie Notbremsassistenten, Spurhaltesysteme oder Abstandsregeltempomaten testen wollen, sei es auf der Autobahn, der Landstraße oder in der Stadt – testen Sie mit neuartigen Sensoren, einer detaillierten Umfeldmodellierung und einem neu entwickelten Verkehrsmodell auch komplexe Testszenarien problemlos. Steht die Entwicklung von automatisierten Fahrfunktionen auf Ihrer Roadmap ganz oben? Oder wollen Sie nur in die aktuellen Entwicklungen rund um Sensoren & Co reinschnuppern? Beim Open House 2017 kommen Sie in punkto Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren voll auf Ihre Kosten.

Session Powertrain: Warum Realfahrtsimulation die Entwicklung von neuen Antriebssystemen erleichtert

Wie Sie die Straßenfahrt ins Büro und an den Prüfstand bringen

Neue Fahrzeugantriebe müssen sauber, effizient und leistungsstark sein, damit sie den Anforderungen der Kunden und der Gesetzgeber weltweit gerecht werden. Dafür ist nicht mehr nur das Fahrzeugverhalten in speziellen Prüfzyklen wichtig. Zunehmend steht auch die Frage nach dem realen Fahrbetrieb im Mittelpunkt des Interesses. Von unseren Kunden wissen wir, wie schwierig es ist, diese Frage zu beantworten, wenn die Straßenerprobung erst mit den ersten verfügbaren Prototypfahrzeugen beginnen kann.

In unserer Powertrain-Session beim Open House präsentieren wir Ihnen, wie mit der Realfahrtsimulation flexibel und reproduzierbar neue Antriebssysteme schon mit virtuellen Prototypen in der Simulation am Rechner und an Prüfständen unter Realfahrbedingungen entwickelt und optimiert werden können. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf folgende Themenbereiche:

  • Real Driving Emissions, Realverbrauch und Performance: Erfahren Sie von den neuesten Features, mit denen Sie reale Strecken und Fahrszenarien in die virtuelle Welt überführen und den virtuellen Fahrer sowie das Fahrzeug für die Realfahrtsimulation fit machen.
  • Die Realfahrtsimulation am Prüfstand: Wir stellen Ihnen vor, worauf es bei der technischen Umsetzung ankommt und wie Sie alle realen Fahrwiderstände automatisch mit an den Prüfstand bringen.
  • Elektrifizierung: Wir zeigen Ihnen, wie teil- oder vollelektrifizierte Fahrzeugkonzepte im virtuellen Fahrversuch untersucht und bewertet werden können.
  • Thermomanagement und Kühlsystementwicklung: Erleben Sie, wie Sie mit Hilfe von Modellintegration die Systemauswahl und -dimensionierung in realen Fahrszenarien validieren können.

Wenn Sie auf der Suche nach neuen Ideen und Ansätzen sind, um die Effizienz in der Antriebssystementwicklung und -erprobung zu steigern oder sich einfach nur einen Überblick über die neuesten Features unserer Simulationslösungen im Bereich Powertrain verschaffen möchten, dann sind Sie auf dem Open House genau richtig. Ganz egal, ob rein elektrisch, hybrid oder konventionell:  Der virtuelle Fahrversuch und die konsequente Nutzung von Realfahrtsimulation verändern die Antriebsentwicklung – seien Sie mit dabei!

Fahrdynamik-Session: Warum Fahrdynamik für neue Mobilitätskonzepte von zentraler Bedeutung ist

Wie Sie den stetig steigenden Anforderungen an Sicherheit und Komfort gewachsen sind

Ingenieure im Bereich Fahrdynamik setzen seit vielen Jahren CarMaker erfolgreich in der Entwicklung von Fahrzeugen ein, um diese sicher und komfortabel zu gestalten. Unsere Software hat es mit ermöglicht, bei schnell ansteigender Komplexität der elektronischen Fahrwerksregelsysteme gleichbleibende Entwicklungszyklen einzuhalten. Dabei stand zumeist der Sicherheitsgewinn durch elektronische Unterstützung des Fahrers im Vordergrund.

Auch wenn heute mit viel Aufwand das automatisierte Fahren vorangetrieben wird und elektrische Antriebstechnologien entwickelt werden, die Fahrdynamik bildet weiterhin die Basis auch dieser Technologien. Wenn z. B. ein Notbremsassistent mit Ausweichfunktion in das Fahrgeschehen eingreift, ist es wichtig, dass das fahrdynamische Verhalten des Fahrzeugs richtig eingeschätzt wird.

Die treibende Vision ist jedoch die des autonomen Fahrens: Welche neuen Herausforderungen kommen auf die Entwickler von Fahrdynamiksystemen zu, wenn die Elektronik die gesamte Kontrolle über das Fahrzeug übernimmt? Welchen Stellenwert hat das „Fahrvergnügen“ wenn alle Insassen der Fahrzeuge zu Passagieren werden und keiner mehr aktiver Fahrer ist? Welche Kompromisse suchen wir in der Fahrwerksabstimmung von Fahrzeugen, die vielleicht nicht mehr Eigentum sind, sondern „on demand“ von den unterschiedlichsten Kundengruppen gemietet werden?

In der Fahrdynamik-Session werden neue Features aus dem Release 6.0 vorgestellt und der wachsende Stellenwert der Fahrdynamiksimulation für das Auto der Zukunft beleuchtet.

Gezeigt werden:

  • Fahrdynamik Entwicklungsprozesse unter Verwendung virtueller Prototypen
  • Neue Elektronikarchitekturen und ihre Auswirkungen auf Chassis-Elektronik
  • Resultierende Auswirkungen in der Simulation (MIL, SIL)
  • Neue HIL Architekturen
  • Neue Fahrsimulatoren für die Fahrdynamikentwicklung

Freuen Sie sich darauf, neue Testsysteme und Testverfahren kennenzulernen, sich über die vielfältigen Einsatzgebiete des virtuellen Fahrversuchs zu informieren und Produktneuerungen live vorgeführt zu bekommen. Mit einer dynamischen Session werden wir gemeinsam Fahrt in Richtung autonomes Fahren aufnehmen!

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema.

Open House 2017 Information DE
1.7 MB / PDF / 2017 / IPG Automotive / Deutsch

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