"Das vernetzte Fahrzeug in all seinen Ausprägungen (Car2X) sowie autonomes Fahren werden die Diskussionen rund um das Automobil und dessen Entwicklung beherrschen."

Interview mit Grégory Gackel von PSA

Grégory Gackel ist Electronic Integration & Verification Manager bei PSA Peugeot Citroën. Die Abteilung zum Test elektronischer Fahrzeugkomponenten hat im Rahmen eines Projekts bereits vorhandene Testsysteme mit einer leistungsstarken Testumgebung ausgestattet. Von den 44 bestehenden Testsystemen von National Instruments waren zehn Systeme mit CarMaker/HIL kompatibel. Ziel war die erstmalige Portierung der Software CarMaker auf vorhandene NI-Plattformen.

Herr Gackel, die Mobilität verändert sich seit einigen Jahren stark: Wo geht in Ihren Augen die Reise hin?

Das ist für mich ganz klar: Die beiden Themen Connected Services, also das vernetzte Fahrzeug in all seinen Ausprägungen (Car2X), sowie autonomes Fahren werden die Diskussionen rund um das Automobil und dessen Entwicklung beherrschen. Die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen (FAS) wird rasant voranschreiten. Momentan wird beispielsweise das Abstandsregeltempomat (ACC) verbaut. In den nächsten Jahren werden dann zunehmend Stauassistenten und das automatisierte Fahren auf Autobahnen bei Neuwagen eine wichtige Rolle spielen.

 

Welche Systeme testen Sie konkret mit der Lösung CarMaker in Kombination mit NI-Plattformen?

Eigentlich alles – vom Motorsteuergerät und dem Getriebe bis hin zu Fahrwerk- und Antriebsstrangsteuergeräten, z. B. ESC oder EPS. Im Bereich Fahrerassistenz ist das Spektrum ebenfalls sehr groß: Wir testen beispielsweise ACC, Notbrems- und Parkassistenzfunktionen, Verkehrsschilderkennung und Spurassistenzsysteme. Das Zusammenspiel zwischen all diesen Systemen ist sehr komplex und ein Hauptgrund für den gestiegenen Testaufwand bei uns. Und genau das war für uns auch ausschlaggebend eine neue Lösung zum Testen zu suchen. Unser Ziel war es, eine dynamische Testumgebung mit einem großen Testumfang von einem Anbieter mit einer sehr umfassenden Sicht auf das Thema Fahrzeugentwicklung und -test zu finden. Diesen Anforderungen entspricht CarMaker letztendlich am besten.

Können Sie konkret benennen, was Ihnen der Einsatz des virtuellen Fahrversuchs bringt?

Zum einen sparen wir dadurch natürlich Zeit bzw. gewinnen Zeit für umfangreichere Tests. Zum anderen lautet die Antwort ganz klar: Wir sparen damit viel Geld. In acht Projekten haben wir insgesamt rund 30% Prototypen eingespart, das entspricht in dem konkreten Fall mehreren hunderttausend Euro.

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