Archiv Newsletter 2015 ()

Innovationen fördern - IPG Automotive beteiligt sich an Forschungsprojekten

Mit der Unterstützung und Förderung von Forschungsprojekten ist IPG Automotive direkt an der Entwicklung
zukunftsweisender Innovationen in der Automobilbranche beteiligt. Aus der Zusammenarbeit mit Universitäten und
Hochschulen entstehen neue Erkenntnisse zu aktuellen Fragestellungen der Branche und Produkte, die in das
Produktportfolio der Firma einfließen können.

Für IPG Automotive ist es ein zentrales Anliegen, mögliche Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Automobilindustrie zu entwickeln. Mit der Vision des autonomen Fahrens wachsen die Ansprüche an die Testverfahren von Assistenzfunktionen im Entwicklungsprozess, denn neben der Systemkomplexität und der Variantenvielfalt an Fahrzeugen gilt es die Vielfältigkeit der Szenarien zu beachten. Fahrzeugmesstechnik und Datenlogger zeichnen in realen Fahrzeugtests Situationen auf, in denen das „System under test“ nicht  erwartungsgemäß funktioniert. Die geloggten Daten werden danach analysiert und mögliche Systemänderungen vorgenommen. Um die Anpassungen zu überprüfen muss das Fahrzeug danach in exakt die gleiche Situation gebracht werden, in der zuvor die Unregelmäßigkeiten festgestellt worden sind. Für diese Herausforderung soll im Projekt LogDaSim eine Lösung gefunden werden. Der Projektansatz dabei ist, aus den aufgezeichneten realen Daten Szenarien automatisiert zu generieren, die im virtuellen Fahrversuch im gesamten Entwicklungsprozess eingesetzt werden können. Durch die Generierung der Szenarien entsteht mit der Zeit ein Katalog an Testfällen, der zur Absicherung der Systeme in allen Phasen der Entwicklung eingesetzt werden kann.

Die allgemeine Verbesserung von Testverfahren ist fortwährend Forschungsziel. Im Rahmen dieser gemeinsamen Absicht beteiligt sich IPG Automotive an dem Projekt HiPe-FiS mit dem Vorhaben, die Lücke zwischen realem Unfallgeschehen und standardisierten Crash-Tests und Fahrsicherheitstests zu verringern und somit aktive und passive Sicherheitssysteme zu vernetzen. Auch das Projekt MAPS hat das Ziel Sicherheitssysteme zu verbessern. Dafür wird erforscht und erprobt, wie mithilfe des modellbasierten Entwicklungs- und Testansatzes sicherheitskritische Systeme frühzeitig optimiert werden können.

Eine weitere zentrale Entwicklung in der Automobilbranche ist die zunehmende Variantenvielfalt beim Antriebsstrang. IPG Automotive beteiligt sich an mehreren Projekten, bei denen die Aspekte des elektrischen und hybriden Fahrens untersucht werden. Mit dem Projekt GreenNavigation werden Fahr- und Betriebsstrategie so optimiert, dass sich die Reichweite des Elektrofahrzeugs verbessert und so möglichen Kundenbedenken begegnet werden kann. Auch das Projekt opti-E-Drive beschäftigt sich mit konventionellen und optimalen Betriebsstrategien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, indem eine Toolbox zur numerischen Simulation entwickelt wird. Bei Pre-E ist es das Ziel, Routen- und Energiemanagement für Elektrofahrzeuge zu kombinieren. Auch die Verbesserung des Testverfahrens spielt für diesen Bereich eine große Rolle. Mit dem Projekt STEVE soll auf Basis von CarMaker eine Simulations- und Testumgebung samt Methodik bereitgestellt werden, mit deren Hilfe elektrifizierte Fahrzeuge mit vernetztem Energiemanagement im gesamten Entwicklungsprozess durchgängig entwickelt und getestet werden können.

An den Projekten sind unterschiedliche wissenschaftliche Einrichtungen beteiligt, wie z.B. die Technische Universität Darmstadt oder das Forschungszentrum Informatik (FZI) Karlsruhe. Auch die Technische Hochschule Ingolstadt, die Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft, die Hochschule Pforzheim und die Technische Universität Berlin sind Projektpartner. Neben IPG Automotive sind weitere Wirtschaftsunternehmen an den Forschungsprojekten beteiligt.