Newsletter November 2017 ()

Automatisierte Fahrfunktionen in einer neuartigen Detailtiefe testen

CarMaker und rFpro bieten Lösung für den Test von Fahrerassistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen

In der Fahrzeugentwicklung wird immer wichtiger, Szenarien virtuell so frühzeitig und gleichzeitig realitätsnah wie möglich abzubilden. Gerade detailreiche Szenen für den Test kamerabasierter Fahrerassistenzsysteme und automatisierter Fahrfunktionen sind mitunter große Herausforderungen. Mit einer neuen Lösung wollen wir das unseren Anwendern einfacher machen. Statt manuell jedes geometrische Detail mühsam aufzubauen, setzt die Kopplung der Simulationslösungen CarMaker und rFpro die automatische Generierung von hochaufgelösten, echtzeitfähigen Visualisierungen für den virtuellen Fahrversuch um.

Das Beste aus zwei Welten

Unser Partner rFpro verfügt über eine langjährige Expertise im Bereich von Fahrsimulatoren und einer ansprechenden, realitätsnahen Visualisierung. Zusätzlich stellen sie hochgenau vermessene Strecken bereit, die für die virtuelle Welt aufbereitet werden. In Kombination mit den echtzeitfähigen, physikalisch exakten Fahrzeugmodellen von CarMaker ist so ein effizientes Testen kamerabasierter Systeme möglich. Ob enormer Schneefall oder Nieselregen, ob Sonnenaufgang oder die Blendung der Sonne – gerade Wettereffekte, die Vegetation sowie optisch relevante Details wie die Oberflächenstruktur von Gegenständen sind bei der Entwicklung und beim Testen von Kameras und damit verbundenen Funktionen sehr wichtig. Für alle Systeme und Funktionen (beispielsweise Verkehrsschilderkennung oder Detektion von Fahrspurmarkierungen) gilt gleichermaßen, dass die Systeme verlässlich sein und anhand entsprechend komplexer realitätsnaher Testszenarien validiert werden müssen.

Einfacher Export, realistische Tests

Die Möglichkeiten in der Anwendung sind vielfältig. Allen gemeinsam ist, dass sie einfach zu realisieren sind. Sie nutzen bereits rFpro? Dann können Sie im Rahmen der Engineering Services von rFpro Ihre Wunschstrecken vermessen und aufbauen lassen. Diese werden anschließend auch als ROAD5-File exportiert und in CarMaker eingebunden. Als CarMaker-Anwender besteht die Möglichkeit, im Scenario Editor Szenarien und Strecken zu konfigurieren, die Sie dann nach rFpro exportieren. Der Verkehr wird von CarMaker gesteuert und in rFpro visualisiert, sodass die vollständigen Informationen für den Test in beiden Tools vorliegen. Auf diese Weise lassen sich sowohl Sensormodelle von Radar-, Lidar- und Ultraschallsensoren als auch Kamerasensoren problemlos testen. Ein weiterer großer Vorteil: Es entfällt das manuelle Labeln von Frames, da es möglich ist, die semantische Segmentierung automatisiert durch rFpro vorzunehmen. So kann die Validierung von Algorithmen automatisch stattfinden.

Detaillierte Tests durch mehr Strecken und mehr Objekte

Zum Testen stehen nun nicht mehr nur Rundstrecken oder Handlingkurse für Fahrdynamiksimulationen zur Verfügung, es können auch reale Straßen und ganze Streckennetze virtuell abgebildet werden. Dank der Kopplung von CarMaker und rFpro sind Sie in der Lage, auf Ihrer Wunschstrecke Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen in verschiedensten Szenarien realitätsnah zu testen. Auch der mögliche Detaillierungsgrad wird ständig erhöht, z. B. um noch realistischere Beleuchtungseffekte wie Schatten und Licht, realitätsnahe Materialeigenschaften oder Texturen wie Risse im Asphalt oder Schotter zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus wird die Bibliothek an 3-D-Objekten in CarMaker stetig erweitert, um verschiedenste Szenarien mit verdeckten Objekten durch Müllcontainer, mit Tieren auf der Straße oder Reflexionen auf dem Fahrzeug oder der Fahrbahn durch Bänke, Masten etc. originalgetreu umsetzen zu können. Sowohl mit dem Release rFpro2018a als auch mit CarMaker 7.0, die beide für Frühjahr 2018 angekündigt sind, kommen viele nützliche Features hinzu.